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Verstopfung

Verstopfung: was ist zu tun, wenn der Stuhlgang ausbleibt?

Probleme beim Stuhlgang? Der Kot ist hart und lässt sich nur in kleinen Portionen und durch starkes Pressen ausscheiden? Etwa 30 bis 60 Prozent aller Deutschen leiden an Verstopfung. Frauen trifft es beinahe doppelt so häufig wie Männer. Meist sind harmlose Ursachen für die Funktionsstörung des Darms verantwortlich und die Beschwerden verschwinden nach wenigen Tagen. Verstopfung kann aber auch auf schwere Erkrankungen hinweisen und sollte daher nicht verharmlost werden.

So funktioniert unser Verdauungssystem

Genau genommen nimmt die Verdauung bereits im Mund ihren Anfang. Dort beginnt der Weg für die Nahrung durch den mit Schleimhaut ausgekleideten Verdauungstrakt. Die Nahrung wird im Mund zerkleinert und dabei mit Speichel vermischt.

Auf seinem weiteren Weg wird die Nahrung in ihre Bestandteile zerlegt. Eiweiße werden zu Aminosäuren umgebaut, Kohlenhydrate zu Einfachzucker aufgespalten und Fette werden zu Glyzerin und Fettsäure. Dies ist notwendig, damit die Stoffe durch die Darmwand in den Blutkreislauf gelangen können. Der Körper benötigt die Nahrungsbausteine für den Stoffwechsel oder baut sie in der Leber wieder zu Zucker, Eiweiß und Fett um.

Der Speisebrei wandert durch Rachen und Speiseröhre in den Magen. Angereichert mit Enzymen und Salzsäure erreicht die Masse mit dem Zwölffingerdarm den ersten Bereich des Dünndarms. Durch die Gänge der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase werden weitere Verdauungssäfte zugesetzt.

Die eigentliche Verdauung findet im Dünndarm statt. Die Nährstoffe werden von den Darmzotten aufgesaugt und gelangen ins Blut. Am Ende des bis zu acht Meter langen Dünndarms kommt Speisebrei an, der beinahe keine Nährstoffe mehr besitzt.

Auf dem Weg durch den sich anschließenden Dickdarm verliert die Masse an Wasser. Die unverdaulichen Teile der Nahrung werden durch Mastdarm und After geleitet und landen als Kot in der Toilette.

Wird dieser Vorgang zum Problem, der Stuhl ist verhärtet und kann nur unter Druck und Schmerzen in kleinen Mengen ausgeschieden werden, wird von Verstopfung gesprochen.

Mediziner gehen von einer Verstopfung aus, wenn

  1. Stuhl an weniger als drei Tagen in Folge ausgeschieden wird
  2. beim Stuhlgang starkes Pressen erforderlich ist
  3. der Darminhalt hart und klumpig ist und nur in kleinen Mengen abgesetzt werden kann

Liegt eine Verstopfung vor, ist die Muskulatur des Darms meist derart träge, dass sich der Darminhalt nur langsam vorwärtsbewegt. Je länger dieser Prozess andauert, umso mehr Flüssigkeit geht verloren und der Stuhlballen trocknet aus. Die Folge sind Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Blähungen.

Symptome und Begleitsymptome bei Verstopfung

Vorübergehende Verstopfungen kommen häufig vor. Die meisten Menschen kennen das Gefühl eines trägen Darms infolge von ungesunder Ernährung, wenig Flüssigkeitsaufnahme und mangelnder Bewegung. Die Beschwerden sind harmlos und nach Anpassung des Lebensstils schnell vergessen.

Wer dagegen unter chronischer Verstopfung leidet, verspürt einen hohen Leidensdruck. Diese Form der Erkrankung besteht, wenn mindestens drei Monate in Folge entsprechende Beschwerden auftreten und zwei der folgenden Leitsymptome vorherrschen:

  • Stuhlgang weniger als dreimal pro Woche
  • Stuhl hart und klumpig
  • Stuhlentleerung nur unter starkem Pressen möglich
  • Stuhlmenge geringer als gewohnt
  • Gefühl der unvollständigen Darmentleerung
  • Gefühl einer vorliegenden Blockade im Darm
  • bei der Stuhlentleerung muss manuell nachgeholfen werden

Diese Beschwerden können von folgenden Begleitsymptomen ergänzt werden:

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • fehlende Darmgeräusche
  • Stuhlansammlung über die Bauchdecke tastbar
Wichtiger Hinweis

Achtung: Wird eine Verstopfung von starken Schmerzen, Blutungen, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust begleitet, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Mögliche Ursachen von Verstopfung

Häufig ist die Verstopfung das Ergebnis eines ungesunden Lebensstils. Bewegungsmangel und eine fette und ballaststoffarme Ernährung bringen den Darm aus dem Gleichgewicht. Ebenso sind organische Ursachen denkbar. Die Medikamenteneinnahme kann ebenfalls negative Auswirkungen auf die Verdauungsarbeit besitzen. In vielen Fällen lässt sich keine klare Ursache abgrenzen und verschiedene Faktoren spielen bei der Entstehung des Beschwerdebildes zusammen.

Folgende Ursachen kommen in Betracht:

  • Reizdarm (Funktionsstörung des Darms mit wechselnden Beschwerden)
  • Ernährungsfehler (wenig Ballaststoffe)
  • Flüssigkeitsmangel (weniger als zwei Liter täglich)
  • Bewegungsmangel (sitzende Bürotätigkeit, Bettlägerigkeit)
  • Medikamente (Antidepressiva, Blutdruckmittel, Eisenpräparate)
  • Hormone (Schilddrüsenunterfunktion, Schwangerschaft)
  • Elektrolytstörungen (Hyperkalzämie, Hypokaliämie)
  • Unterdrücken des natürlichen Stuhlverhaltens (Stuhlgang vermeiden im Beruf, beim Sport)
  • neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Morbus Parkinson)
  • Diabetes (geht mit eingeschränkter Darmaktivität daher)
  • Darmtrakt verengt (Morbus Crohn, Tumore)
  • Psyche (Stress, Depressionen, Essstörungen)

Hinsichtlich Dauer und Ursachen der Verstopfung sind verschiedene Unterteilungsmöglichkeiten gegeben:

  • Akute Verstopfung: Diese Form ist meist harmlos und kann durch Ernährungsfehler, Stressfaktoren oder Umstellungen des Hormonhaushalts ausgelöst werden. Die Beschwerden verschwinden meist nach wenigen Tagen. Kommt es jedoch zu Begleitsymptomen wie Blut im Stuhl oder Übelkeit, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.
  • Chronische Verstopfung: Die Verstopfung nimmt einen chronischen Verlauf, wenn mindestens drei Monate in Folge die Stuhlentleerung weniger als dreimal wöchentlich erfolgt. Der Arzt sollte die Ursache abklären. Häufig wird Reizdarm diagnostiziert. Ernsthafte Erkrankungen sind auszuschließen.

Eine Einteilung kann auch hinsichtlich der möglichen Ursachen getroffen werden:

  • Primäre Verstopfung: Diese Form tritt am häufigsten auf. Die Medizin spricht auch von einer funktionellen Verstopfung. Es kann keine direkte Ursache für die Funktionsstörung des Darms gefunden werden.
  • Sekundäre Verstopfung: Bei dieser Form kann eine direkte Ursache gefunden und genannt werden. Den Beschwerden liegt eine nachweisliche Erkrankung zugrunde.

Diagnose & Arztbesuch bei Verstopfung

Klingt die Verstopfung ohne nennenswerte Beschwerden nach einigen Tagen ab, handelt es sich um eine harmlose und durch ungünstige Lebensumstände ausgelöste Funktionsstörung des Darms.

Wiederholen sich die Beschwerden, droht sich die chronische Form zu entwickeln. Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache in Erfahrung zu bringen und geeignete Therapieschritte zu unternehmen.

Zu einem medizinischen Notfall kann Verstopfung werden, wenn eine Woche und länger kein Stuhl abgesetzt werden konnte und sich ein allgemeines Krankheitsgefühl, begleitet von Darmkrämpfen, Blutabgang oder Gewichtsverlust einstellt.

Wichtiger Hinweis

Achtung: Übelkeit, Fieber oder Erbrechen können auf einen Darmverschluss hindeuten. Es ist sofort der Notarzt zu verständigen.

Die Diagnose von Verstopfung

Am Anfang der Behandlung steht das ausführliche Patientengespräch. Besprochen werden Dauer, Art und Ausprägung der Beschwerden. Für den Arzt ist es wichtig zu erfahren, seit wann die Beschwerden bestehen und wie sie sich äußern. Abgefragt werden auch mögliche Erkrankungen, die Einnahme von Medikamenten oder bestimmte Ernährungsgewohnheiten.

An die Anamnese schließt sich die körperliche Untersuchung an. Der Arzt wird den Bauchraum abtasten und auch den Darmausgang in die Untersuchung einbeziehen. Weiterhin können Stuhlproben, die Untersuchung des Bauches mittels Ultraschall oder eine Blutentnahme bei der Diagnosefindung helfen.

Bei unklarem Befund kann eine Darmspiegelung vorgenommen werden. Bei der Koloskopie wird eine kleine Kamera in den Darm eingeführt. Die Untersuchung wird auch im Rahmen der Darmkrebsvorsorge Personen ab 50 Jahren empfohlen.

Folgende weiterführende Untersuchungsmethoden können zur Anwendung kommen:

  • Röntgen: Ein Röntgenbild von Darm und Bauchraum kann eine durch die Ultraschalluntersuchung vermutetet Diagnose untermauern.
  • Magnetresonanztomografie: Mittels MRT lassen sich Veränderungen im Enddarm, anatomischer wie auch struktureller Art nachweisen.
  • Druckmessung des Enddarms: Eine Druckmessung (anorektale Manometrie) hilft dem Mediziner, die Funktion des Schließmuskels zu beurteilen.
  • Ermittlung der Kolon-Transitzeit: Gemeint ist die Zeitspanne, die vom Stuhl benötigt wird, um den Dickdarm zu passieren. Der Patient schluckt eine Kapsel, deren Weg durch den Dickdarm mittels der enthaltenen Marker auf dem Röntgenbild sichtbar gemacht werden kann.

Behandlung von Verstopfung: so sieht eine Therapie aus

Eine Behandlung kann greifen, wenn die Ursachen für die Verstopfung gefunden wurden. Es gibt keine einheitliche Therapie. Behandelt werden die zugrunde liegenden Ursachen.

Bei Verstopfung, die auf einen Reizdarm hinweist, besteht die primäre Therapiemöglichkeit in einer Änderung des Lebensstils.

Wichtige Punkte der Therapie sind:

  • Ernährungsumstellung: Es geht konkret darum, den Ballaststoffanteil in der Nahrung zu erhöhen. Vermehrt kommen Vollkornprodukte, Obst oder Gemüse auf den Speisezettel. Die zusätzliche Aufnahme von Weizenkleie oder Flohsamen optimiert den Ballaststoffanteil.
  • Mehr trinken: Eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ist wichtig, um den Stuhl weicher zu machen. Es sollten mindestens zwei Liter Mineralwasser oder ungesüßter Tee täglich getrunken werden.
  • Mehr Bewegung: eine träge Verdauung ist häufig das Ergebnis von sitzenden Tätigkeiten und einer nachlassenden Mobilität im Alter. Die Behandlung zielt darauf ab, nach geeigneten und Alter und Fitnesslevel angepassten Bewegungsformen zu suchen, die regelmäßig ausgeübt werden sollten.

Bei chronischer Verstopfung kommen weiterführende Maßnahmen zur Anwendung:

  • Entleerungshilfen: Einläufe oder Zäpfchen können die Darmentleerung anregen
    Orale Abführmittel: Medikamente oder Trinklösungen werden eingenommen
  • Biofeedbacktherapie: Diese Therapieform kommt zum Einsatz, wenn eine funktionelle Störung des Beckenbodens den Stuhlgang erschwert.

Medikamente gegen Verstopfung

Abführmittel sollten erst zur Anwendung kommen, wenn die Veränderung des Lebensstils durch die Anpassung der Ernährung und mehr Bewegung keine Wirkung gezeigt hat. Wurde die Verstopfung etwa einen Monat mit Hausmitteln behandelt und die Beschwerden sind unverändert, kommen Abführmittel in Betracht.

Einige Präparate sind in Apotheken frei verkäuflich, wieder andere muss der Arzt verschreiben. Von der eigenmächtigen Einnahme von Abführmitteln ist abzuraten. Art und Dosierung der Präparate sollten mit einem Arzt besprochen werden.

  • Osmotische Abführmittel: Diese Medikamente binden das Wasser im Darm. Der Stuhl wird feuchter und damit gleitfähiger. (Bittersalz, Glaubersalz, Macrogol)
  • Hydragoge Abführmittel: Diese Mittel verbessern die Wasserzufuhr in den Darmbereich. (Faulbaumrinde, Sennesblätter)
  • Stuhlaufweichende Mittel: Diese Stoffe verbinden sich mit dem Speisebrei im Darm und können als Gleitmittel fungieren. (Paraffinöl)
  • Gasbildende Abführmittel: Diese Präparate erzeugen eine Gasfreisetzung im Darm. Das Stuhlvolumen nimmt zu und es wächst der Druck auf die Darmwand. Dadurch kann die zügige Stuhlentleerung gefördert werden. (Natriumhydrogencarbonat)
  • Prokinetika: Bei diesen Medikamenten steht die Förderung der Darmbewegung im Fokus. Die Speisereste können dadurch schneller in Richtung After gelangen und ausgeschieden werden.

Die meisten Abführmittel können in Form von Tabletten, Tropfen oder Trinklösungen eingenommen werden. Bei einigen Präparaten erfolgt die Aufnahme über Zäpfchen oder Klistier.

Operative Maßnahmen bei Verstopfung

Bei schweren Verläufen, kann über einen operativen Eingriff nachgedacht werden. Möglich sind folgende Maßnahmen:

  • Sakralnervenstimulation: Dieser Eingriff kommt zur Anwendung, wenn ein neurologischer Befund zugrunde liegt. Im Bereich des Kreuzbeins wird eine kleine Elektrode implantiert. Diese sendet einen schwachen Impuls an die für die Steuerung der Funktion von Darm und Blase zuständigen Nerven.
  • Künstlicher Darmausgang: Bei drohendem Darmverschluss kann es notwendig werden, einen künstlichen Darmausgang zu legen.
  • Entfernung von Darmanteilen: Sind Tumore ursächlich für die Beschwerden, werden die betroffenen Darmanteile entfernt.

Maßnahmen zur Selbsthilfe bei Verstopfung

Bei den ersten Anzeichen einer Verstopfung kann die Ernährung durch die vermehrte Aufnahme von rohem Obst und Gemüse ergänzt werden. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

Eine abführende Wirkung besitzen folgende Lebensmittel:

  • Sauerkraut
  • Pflaumen
  • Feigen
  • getrocknete Aprikosen

Zu Abführmitteln sollte nicht vorschnell gegriffen werden. Diese stören den Wasserhaushalt des Körpers und können die Darmmuskulatur schädigen. Der Darm wird dann noch träger und damit wird genau das Gegenteil erreicht.

Information

Tipp: Klingen die Beschwerden nicht nach wenigen Tagen ab oder kommen unklare Symptome dazu, ist ein Arzt aufzusuchen. Schwere Diagnosen sind auszuschließen und entsprechende Medikamente zu verordnen.

Mit einer sanften Bauchmassage kann die Darmbewegung in Schwung kommen. Dazu wird über mehrere Minuten mit beiden Händen sanfter Druck auf den Bauchraum ausgeübt. Beginnend am rechten Unterbauch wird im Uhrzeigersinn über den Bauch gestrichen. Damit wird der Verlauf des Dickdarms nachgezeichnet.

Information

Tipp: Die Bauchmassage eignet sich sehr gut als sanfte Behandlungsform von Verstopfung bei Babys und Kleinkindern.

Wärme kann entspannen, die Schmerzen lindern und die Durchblutung anregen. Körnerkissen geben über einen längeren Zeitraum angenehme Wärme ab. Die Kissen werden in der Mikrowelle auf Temperatur gebracht und anschließend auf den Bauch aufgelegt.

Diese sanften Methoden sind geeignet, wenn der Stuhlgang einmal hakt. Wer zwei, drei Tage in Folge nicht auf der Toilette war, leidet noch nicht unbedingt unter einer Verstopfung und kann mit einfachen Hausmitteln sein normaler Stuhlgang wieder herstellen.

Kritisch wird es, wenn über vier bis fünf Tage kein Stuhlgang bestand. Die Betroffenen sollten die Beschwerden genau beobachten.

Folgende Symptome gelten als Alarmsignale:

  • Bauchkrämpfe (wellenförmig zu- und abnehmend)
  • aufgeblähter Bauch
  • Aufstoßen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Darmwinde verstärkt
  • Herzschlag beschleunigt
  • Fieber

Es kann sich um einen mechanischen Darmverschluss handeln. Der Notarzt ist zu rufen.

Zusammenfassung & Fazit

Von einer Verstopfung wird gesprochen, wenn der Stuhl nicht wie gewohnt entleert werden kann und auch dessen Beschaffenheit verändert erscheint. Dabei handelt es sich um keine eigenständige Erkrankung, sondern um ein Symptom mit vielen möglichen Ursachen. Häufig gibt Verstopfung einen Hinweis auf einen vorliegenden Reizdarm. Meist tritt die Verstopfung hier im Wechsel mit Durchfall auf. Von einer Verstopfung ist auszugehen, wenn der Kot hart und klumpig erscheint und nur unter starkem Pressen ausgeschieden werden kann. Wer mindestens drei Monate Beschwerden verspürt, leidet unter der chronischen Verlaufsform. Der Arzt wird mögliche Ursachen aufdecken. Häufig ist die Lebensführung ursächlich für akute Verstopfungen. Eine Verstopfung kann aber auch auf schwere Erkrankungen hinweisen. Die Therapie zielt auf eine Anpassung der Lebensgewohnheiten ab. Auch Medikamente können bei chronischen Verläufen zur Anwendung kommen.

FAQ zu Verstopfung

Eine Verstopfung weist auf eine Funktionsstörung im Darm hin. Dafür kann es neben Reizdarm verschiedene weitere Ursachen geben. Für den Betroffenen ist es wichtig, seinen Körper zu beobachten und mögliche Symptome ernst zu nehmen. Abschließend werden einige relevante Fragen kurz und knapp beantwortet.

Was soll ich tun bei Verstopfung?

Eine ballaststoffreiche Ernährung kann die Stuhlbeschaffenheit verbessern. Vollkornprodukte und frisches Obst sind hier hilfreich. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, denn dem Kot wird im Darm fortwährend Wasser entzogen. Die Verdauung beginnt bereits im Mund, daher sollte in Ruhe gegessen und bewusst gekaut werden.

Was hilft gegen Verstopfung?

Bestimmte Lebensmittel besitzen eine abführende Wirkung. Dazu zählen Äpfel, Leinsamen, Sauerkraut, Trockenpflaumen oder Joghurt. Am Morgen kann ein Glas warmes Wasser mit Zitronensaft oder Honig auf nüchternen Magen getrunken werden.

Wann wird eine Verstopfung gefährlich?

Meist sind Verstopfungen harmlos und verschwinden nach einigen Tagen wieder. Wenn die Symptome über mehrere Wochen anhalten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wirklich gefährlich wird es, wenn heftige Bauchkrämpfe, Blutungen oder Fieber einsetzen. Dann ist von einer ernsthaften Erkrankung auszugehen und umgehend der Notarzt zu verständigen.

Was kann ich essen bei Verstopfung?

Gegen Verstopfung helfen Lebensmittel, die viele Ballaststoffe enthalten. Pro 100 Gramm Nahrungsmittel sollten mehr als fünf Gramm Ballaststoffe enthalten sein. Dies trifft auf Haferflocken, Trockenfrüchte, Dinkelflocken, Amarant oder Pumpernickel zu. Auch Schwarzwurzeln oder Artischocken können zu einer ballaststoffreichen Kost beitragen. Neben dem Essen darf auch das Trinken nicht vergessen werden. Mindestens zwei Liter täglich sollten es sein.

Welche Lebensmittel führen zu Verstopfung?

Wer in Maßen isst, wird selten unter Verstopfung leiden. Erst bei übermäßigem Verzehr können bei Kuchen, Keksen und anderen Produkten aus Weißmehl, bei Cornflakes oder Fertiggerichten entsprechende Beschwerden auftreten. Auch der gehäufte Konsum von Eiern, Schokolade, weißem Reis oder Karotten kann zu Verstopfung führen.

Ab wann spricht man von Verstopfung?

Von einer Verstopfung wird gesprochen, wenn wöchentlich weniger als drei Stühle abgesetzt werden. Dies sollte über einen längeren Zeitraum von etwa drei Monaten der Fall sein. Akute Verstopfungen verschwinden nach wenigen Tagen und haben Stress oder falsches Essverhalten und Bewegungsmangel zur Ursache.

Was hilft gegen Verstopfung bei Kindern und Babys?

Bei Babys und Kindern kann eine sanfte Bauchmassage die Verdauungsarbeit ankurbeln. Viel Flüssigkeit ist auch hier wichtig. Neben Kamillen- oder Fencheltee können auch Pflaumen- oder Sauerkrautsaft helfen.

Was kann ich tun bei Verstopfung in der Schwangerschaft?

Von Abführmitteln ist während der Schwangerschaft Abstand zu nehmen. Spaziergänge an frischer Luft können die Darmtätigkeit anregen. Etwa eine halbe Stunde täglich sollten sich Schwangere mindestens an der frischen Luft aufhalten. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Vollkornprodukten nützt Mutter und Kind. Schwangere müssen ausreichend trinken, bevorzugt stilles Wasser, ungesüßten Tee oder mit Wasser verdünnte Säfte.

Welche Symptome habe ich bei Verstopfung?

Verstopfung führt zu Problemen beim Stuhlgang. Der Stuhl ist hart und kann nur unter Anstrengung und in kleinen Mengen ausgeschieden werden. Verstopfung ist häufig von Blähungen und Bauschmerzen begleitet. Durch die Anstrengung beim Stuhlgang können Analfissuren entstehen. Die Einrisse am After verursachen Schmerzen, Brennen und Juckreiz. Tritt Verstopfung und Durchfall im Wechsel auf, kann von einem Reizdarmsyndrom ausgegangen werden.