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Krätze erkennen: Diese Anzeichen deuten auf einen Milbenbefall hin

Krätze bleibt nicht unbemerkt, ist aber auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Kommt es zu Veränderungen der Haut, können viele Faktoren dafür verantwortlich zeichnen. Krätzmilben bohren Gänge in die Haut, um ihre Eier dort abzulegen. Auch Juckreiz und Hautausschlag können auf einen Milbenbefall hindeuten. Eine genaue Diagnosestellung kann nur ein Arzt treffen.

Krätze – Erklärung und Definition

Krätze ist eine ansteckende Hauterkrankung. Die medizinische Bezeichnung lautet Skabies und deutet auf den Erreger, die Skabiesmilbe hin. Da die Milben nur eine Größe von etwa 0,4 Millimetern erreichen, lassen sie sich mit dem bloßen Auge kaum ausmachen. 

Krätze ist weltweit verbreitet und in den letzten Jahren in Deutschland verstärkt auf dem Vormarsch. Jährlich werden mehr als 8.000 Infektionen gezählt. Personen jeden Alters können betroffen sein. Hygiene ist dabei kein ausschlaggebender Faktor.

Infos zur Ansteckung

Die Inzidenzwerte steigen bei kühleren Temperaturen. Es wird vermutet, dass die Milben, wenn es kälter ist länger auf Textilien überleben können. Gehäuft tritt die Erkrankung auf, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben. Voraussetzung ist ein enger Haut-zu-Haut-Kontakt.    

Häufig bricht Krätze in Kindereinrichtungen, Altersheimen, Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Gefängnissen aus. Die Krätzmilben bewegen sich nur langsam fort und orientieren sich an Geruch und Körpertemperatur möglicher Wirte. Für die Übertragung wird daher ein intensiver Hautkontakt, der zwischen fünf und zehn Minuten anhält notwendig.

Ein vermehrtes Ansteckungsrisiko besteht durch den engen Körperkontakt beim Geschlechtsverkehr. Daher zählt Krätze zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. 

Bei Händeschütteln oder kurzen Umarmungen kann Krätze nicht übertragen werden.

Ansteckungen sind oft innerhalb von Familien und Wohngemeinschaften zu beobachten. Das Ansteckungsrisiko erhöht sich mit der Milbenzahl auf der Haut. Bei der aggressiven Borkenkrätze wird die Haut von Millionen von Milben besiedelt. Eine Ansteckung ist bei dieser Form der Erkrankung bereits durch abgelöste Hautschuppen möglich.

Das Infektionsschutzgesetz schreibt für Ausbrüche in Kindergärten, Altenheimen und anderen Gemeinschaftseinrichtungen eine Meldepflicht vor.

Symptome im Krankheitsverlauf: So erkennt man Krätze

Nur die weiblichen Milben können die Krankheit übertragen. Wenn überhaupt lassen sich die maximal 0,6 Millimeter großen Erreger nur als kleine Punkte auf der Hautoberfläche ausmachen. Die Milben dringen nach der Paarung in die Haut ein. Befallen ist nur die oberste Hautschicht. 

Die Milben graben Tunnel in die Haut und legen dort ihre Eier ab. Davon merkt der Betroffene zunächst nichts. Es vergehen zwei bis sechs Tage. Dann schlüpfen die Larven. Diese kriechen aus den Gängen und lassen sich in Hautfalten nieder. Nach maximal drei Wochen hat sich die nächste paarungsbereite Milbengeneration daraus entwickelt.

Bevorzugte Rückzugsorte sind Hautareale, die von einer dünnen Hornschicht umgeben sind. Krätze Bilder weisen häufig eine Erstbesiedlung zwischen Fingern und Zehen nach. Auch in den Achselhöhlen und im Genitalbereich werden vermehrt Milben ausgemacht. Bei Kindern zeigt sich der Befall bevorzugt an den Innenflächen der Hände oder auf der Kopfhaut.

Die Krätze Anfangsphase bleibt unbemerkt. Bei einer Erstbesiedlung werden die Symptome nach zwei bis fünf Wochen deutlich. Erst nach dieser Zeitspanne haben sich die Parasiten derart vermehrt, dass eine Immunreaktion stattfinden kann.  

Wer die Erkrankung bereits durchgemacht hat, wird schon nach zwei bis vier Tagen mit den Krankheitsanzeichen konfrontiert. Der Körper ist dann bereits hinreichend auf den Störfaktor sensibilisiert und reagiert entsprechend schneller. 

Im Krätze Anfangsstadium zeigen sich entzündete Hautstellen. Diese lassen keinen eindeutigen Rückschluss zu. Selbst Mediziner schließen häufiger auf Allergien. Dies führt zu einer falschen Behandlung und da die Krankheit nicht erkannt wurde, vermehren sich die Milben ungehindert und das Ansteckungsrisiko wächst.

Folgende Symptome deuten auf Krätze hin:

  • Milbengänge auf der Haut (erkennbar an rotbraunen Streifen)
  • Starker Juckreiz (vorwiegend nachts)
  • Brennen auf der Haut
  • Juckende kleine Blasen
  • Schuppige Haut
  • Hautausschlag (hellrote Punkte)
  • Im weiteren Verlauf großflächiger Ausschlag am ganzen Körper

Kennzeichnend für die Erkrankung ist ein starker Juckreiz. Durch die Bettwärme sind die Symptome nachts besonders stark ausgeprägt. Dabei setzt ein vermehrtes und teils unkontrolliertes Kratzen ein, welches Infektionen und Hautverletzungen nach sich ziehen kann. Das Schlafen mit Baumwollhandschuhen kann unkontrollierte Kratzattacken während der Nacht im Zaum halten. 

Die Anzeichen von Krätze sind vorwiegend an folgenden Körperstellen zu suchen:

  • Zwischen den Fingern
  • Zwischen den Zehen
  • Achselhöhlen
  • Genitalbereich
  • Handgelenke
  • Handflächen bei Kindern
  • Kopfhaut bei Kindern
  • Ellenbogen
  • Knöchel

Die verschiedenen Formen von Krätze

Die Symptome richtig erkennen, heißt auch, sie den verschiedenen Formen der Erkrankung zuordnen zu können.

  • Gepflegte Scabies: Bis die Krankheit erkannt wird, kann viel Zeit vergehen. Die genannten Symptome zeigen sich in deutlich abgeschwächter Form. Diese Art der Krätze besteht bei Personen, die ihren Körper besonders intensiv pflegen und die verschiedensten Kosmetikprodukte nutzen.
  • Nodöse Scabies: Betroffene verspüren einen starken Juckreiz. Als Erkennungszeichen dienen rotbraune Knötchen auf der Haut. Da keine Milben beteiligt sind, fehlen die charakteristischen Milbengänge.
  • Bullöse Scabies: Von dieser Form der Erkrankung sind häufig Kinder betroffen. Die Haut zeigt die typischen Veränderungen vermehrt auf der Kopfhaut oder an den Innenflächen von Händen und Füßen. Auffällig für diese Form ist eine verstärkte Bildung von Blasen.
  • Borkenkrätze: Die Borkenkrätze (Scabies crustosa) ist hochansteckend und besonders aggressiv. Die typischen Hautveränderungen zeigen sich nicht nur an den Eintrittsstellen der Milben, sondern häufig am gesamten Körper. Es kommt zu einer vermehrten Schuppenbildung. Die Borken werden mehr als einen Zentimeter dick. Der Juckreiz als Erkennungszeichen von Krätze bleibt bei dieser Form meist aus. 

Borkenkrätze ist die aggressivste Form der Erkrankung. Es gibt deutliche Unterschiede zum allgemeinen Krankheitsverlauf. Die Haut rötet sich an den befallenen Stellen großflächig. Gleichzeitig kommt es zu einer Verdickung. Durch die Schuppen- und Krustenbildung wird die Haut massiv in Mitleidenschaft gezogen. Dies bietet Bakterien und Keimen eine Eintrittspforte. Geraten Bakterien in die Blutbahn, kann es zu einer Blutvergiftung kommen. 

Borkenkrätze kann zusätzlich auch im Gesicht, auf der Kopfhaut oder am Hals auftreten. Aufgrund der geschwächten Immunabwehr der Betroffenen bleibt der für Krätze typische Juckreiz häufig aus. Ebenso fehlen die für Krätze typischen Knötchen oder Bläschen auf der Haut. Die fehlenden Symptome führen oft zu einer falschen oder verzögerten Diagnosestellung. Die Therapie ist langwieriger und sollte in der Regel stationär erfolgen.     

Diagnose und Therapie von Krätze

Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt in vielen Fällen die Erkrankung anhand des typischen Hautausschlags und der sichtbaren Milbengänge diagnostizieren. Gibt die Diagnose Anlass zum Zweifel, können mikroskopische Untersuchungen von Milben oder Eiern durchgeführt werden. 

Schnelle Ergebnisse liefert meist der Klebebandtest. Durchsichtiges Klebeband wird auf die Enden der Milbengänge gedrückt. Nach dessen ruckartigem Abzug ist genügend Material vorhanden, um eine mikroskopische Untersuchung durchführen zu können. Im Anschluss können folgende Maßnahmen ergriffen werden. 

Sonderfälle bei der Behandlung sind Kleinkinder und Säuglinge. Hier ist eine strenge ärztliche Kontrolle wichtig! 

Krätze äußerlich behandeln

Für die äußerliche Behandlung der Erkrankung kommen Cremes zum Einsatz. Bewährt hat sich die 5%ige Permethrin Creme. Die Creme ist auf den gesamten Körper aufzutragen. Da das Mittel zwischen acht und zwölf Stunden einwirken sollte, ist die Anwendung über Nacht empfohlen. Nach ein bis zwei Wochen ist die Behandlung ggf. zu wiederholen. 

Vor der Behandlung wird die Haut gereinigt. Der Auftrag der Creme hat auf gut abgetrockneter Haut zu erfolgen. Dabei darf auch die Kopfhaut nicht ausgespart werden. 

Ein Erwachsener benötigt für eine Ganzkörperbehandlung 30 bis 60 Gramm Creme.

Nach dem Eincremen ist frische Kleidung zu tragen. Nachdem die Creme entfernt wurde, ist die Bekleidung erneut zu wechseln.

Krätze innerlich behandeln

Um Krätze behandeln zu können, hat sich auch der Wirkstoff Ivermectin bewährt. Die Einnahme erfolgt in Tablettenform. Der Arzt wird entscheiden, ob diese Therapieform angebracht erscheint. Die Dosis richtet sich nach dem Körpergewicht. Pro Kilogramm Körpergewicht werden 200 Mikrogramm Wirkstoff verabreicht. 

Die Tabletten werden auf einmal mit viel Flüssigkeit eingenommen. Zwei Stunden vor und nach der Einnahme sollte nicht gegessen werden, um die Wirkungsweise des Präparates nicht zu gefährden. 

Eine Wiederholung der Einnahme ist ggf. nach 10 bis 14 Tagen notwendig. 

Nach der Einnahme des Medikaments können Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Hautausschläge auftreten.

Die Prognose der Erkrankung

Krätzmilben sind ungiftig und können unserem Körper nicht direkt schaden. Wie bereits erwähnt verursachen die unter der Haut gegrabenen Gänge keine Beschwerden. Die Symptome sind ein Hinweis auf eine Immunreaktion auf den Milbenkot. Der Körper wehrt sich gegen den Fremdkörper und zeigt die beschriebenen Symptome.

Beim Erstkontakt vergehen mehrere Wochen bis sich die Symptome zeigen. Solange benötigt der Organismus, um sich in Abwehrstellung zu bringen. 

Durch die beschriebene Medikation werden die Milben im Laufe weniger Tage komplett vernichtet. Die Begleitsymptome können noch einige Zeit länger bestehen bleiben. So lässt sich oft noch nach Wochen ein Jucken der betroffenen Hautstellen beobachten. Sind Wunden und Entzündungen durch Kratzen entstanden, werden diese unter Umständen auch mehrere Wochen brauchen, bis sie abgeheilt sind. 

Am Tag nach der Behandlung mit Creme oder Tabletten sind die Betroffenen nicht mehr ansteckend. 

Krätze vorbeugen – Das ist zu beachten

Um sich mit Krätze anzustecken, müssen bestimmte Bedingungen erfüllt sein. Daher kann jeder durch sein Verhalten einer Ansteckung gezielt entgegenwirken. Erschwert wird die Vorbeugung durch die Tatsache, dass bei einem Erstbefall Wochen vergehen, bis Symptome auftreten, die Möglichkeit einer Ansteckung aber bereits unmittelbar nach dem Befall vorliegt. 

Folgende Tipps dienen der Krätze-Vorbeugung:

  • Kleidung täglich wechseln
  • Bettwäsche häufig wechseln
  • Kleidung und Bettwäsche bei mindestens 60 Grad waschen
  • Längeren Körperkontakt vermeiden
  • Jedes Familienmitglied erhält ein eigenes Handtuch
  • Handtücher in die Kochwäsche geben
  • Handtücher im Trockner trocknen
  • Getrennt schlafen

Um andere zu schützen und selbst Gewissheit zu erhalten, ist bei Verdacht auf Krätze ein Arzt aufzusuchen. Wer einige der hier genannten Symptome feststellt, benötigt klare Antworten. Die Diagnose Krätze kann nur von einem Arzt gestellt werden.

Zusammenfassung & Fazit

Krätze ist eine weltweit verbreitete Infektion der Haut. Als Erreger gilt die Krätzmilbe, deren Überleben der Mensch als Wirt sichert. Die Übertragung erfolgt durch längeren Hautkontakt. Die Milben graben Gänge in die oberste Hautschicht und legen dort ihre Eier ab. Erste Symptome treten erst Wochen später auf. Wird die Krankheit zu spät erkannt, können sich die Milben ungehindert ausbreiten. Der Arzt sollte die Diagnose stellen. Häufig wird Krätze fälschlicherweise für eine Allergie gehalten. Eine besonders aggressive Form ist die Borkenkrätze. Gefährdet sind Menschen mit einer geschwächten Immunabwehr. Krätze kann wirkungsvoll mit Cremes oder Tabletten behandelt werden. Die Erkrankung bleibt ohne Langzeitfolgen, kann aber jederzeit wieder auftreten. Bei Folgeinfektionen zeigen sich die  Symptome bereits nach einigen Tagen.

FAQ zum Krätze erkennen

Damit Krätze schnellstmöglich behandelt werden kann und sich die Ansteckungsgefahr bannen lässt, ist es wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und die Symptome richtig einzuordnen. Abschließend einige wichtige FAQs, die dabei helfen können.

Was sind die ersten Anzeichen von Krätze?

Die ersten Anzeichen sind die Milbengänge unter der Haut. Diese sind anhand von braunroten Streifen erkennbar. Milbengänge verlaufen unregelmäßig und können bis einen Zentimeter lang sein. Wenig später zeigt sich der typische Ausschlag mit Rötung und Bläschenbildung.

Wo tritt Krätze als erstes auf?

Bevorzugt tritt die Erkrankung an Hautstellen auf, die von einer dünnen Hornschicht umgeben ist. Daher werden die Hautfalten von Fingern und Zehen am ehesten befallen. Auch in den Falten der Achseln, an den Ellenbogen, der Analfalte oder der Nabelregion wird ein Erstbefall gehäuft festgestellt. Auch am Kopf kann die Hautkrankheit auftreten.

Kann man Krätzmilben spüren?

Die Milben selbst lassen sich nicht spüren. Der Betroffene merkt nicht, wenn die Milben ihre Gänge unter der Hautoberfläche graben. Die ersten Symptome und das typische meist nächtliche Hautjucken treten erst auf, wenn das Immunsystem auf die Ausscheidungen der Parasiten reagiert.

Wie kann man Krätze erkennen?

Zu den ersten Anzeichen zählt ein starker Juckreiz, der häufig in den Nachtstunden auftritt. Äußerlich werden die Milbengänge als dunkle kleine Linien sichtbar. Die Haut beginnt zu brennen und es können Pusteln und Knötchen auftreten, die sich mit Flüssigkeit oder Eiter füllen.

Wann gehen die Symptome von Krätze weg?

Wird Krätze behandelt, werden die Milben zügig vernichtet. Bereits einen Tag nach der Anwendung besteht kein Ansteckungsrisiko mehr. Die Symptome können jedoch noch über mehrere Tage bis Wochen bestehen bleiben. Dies trifft besonders auf den Juckreiz und das Brennen der verletzten Hautstellen zu.

Welche Symptome habe ich bei Krätze?

Häufigstes Symptom ist ein starker und anhaltender Juckreiz, der besonders nachts zu schaffen macht. Die Haut erscheint gerötet und brennt. Es kommt zur Bildung von stecknadelkopfgroßen Knötchen, die sich beim Aufkratzen entzünden können. Daraus bilden sich Schuppen und Krusten. Borkenkrätze zeigt eine starke Krustenbildung, lässt aber meist den Juckreiz vermissen.

Wie sieht Krätze aus?

Zunächst sind nur die Milbengänge erkennbar. Die kleinen Gänge sind rotbraun und sehr schmal. Am Ende zeigt sich eine leicht erhabene Stelle. Dort sitzt die Milbe. Weiterhin deuten Hautrötungen und oftmals kleine Knoten und Blasen auf die Erkrankung hin. Unbehandelt kann sich ein großflächiger Hautausschlag entwickeln.