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Nagelbettentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Finger- und Zehennägel bestehen aus Keratin. Das Hornmaterial wächst langsam aus dem Nagelbett heraus. Unsere Nägel werden viel beansprucht und der Witterung und verschiedenen Chemikalien ausgesetzt. Kleinere Verletzungen machen den Nagel angreifbar für das Eindringen von Pilzen und Bakterien. Beinahe unbemerkt kann sich daraus eine Nagelbettentzündung entwickeln.

Nagelbettentzündung – Erklärung und Definition

Das unter den Finger- und Zehennägeln befindliche Gewebe wird als Nagelbett bezeichnet. Ist die Haut unter oder um den Nagel auffällig gerötet und schmerzt, wird von einer Nagelbettentzündung gesprochen. Betroffen sein kann nicht nur das Nagelbett, sondern die Entzündung kann auf Nagelhaut, Nagelfalz oder Nagelwall übergreifen.

Die Mediziner bezeichnen die Erkrankung als Onychie. Konzentrieren sich die Beschwerden auf den Nagelfalz oder Nagelwall, liegt eine Paronychie vor. Dabei werden zwei Formen unterschieden:

  • Panaritium paraunguale: Entzündet ist hierbei die hintere und seitliche Hautpartie des Nagels. Da die Entzündung den kompletten Nagel umschließt, wird auch von einem echten Umlauf gesprochen.
  • Panaritium subunguale: Die Entzündung konzentriert sich hier auf das Nagelbett. Dabei kann es zu Eiteransammlungen unter dem Nagel kommen.

Eine Nagelbettentzündung führt zu Hautrötungen, Juckreiz und Schmerzen. Eine Behandlung wird mit entzündungshemmenden Präparaten oder in schweren Fällen mit Antibiotika durchgeführt. 

Nagelbettentzündungen heilen meist innerhalb weniger Tage vollständig aus. In seltenen Fällen kann sich eine chronische Nagelbettentzündung entwickeln, welche auch die Knochen angreift.

Ursachen: So entsteht eine Nagelbettentzündung

Nagelbettentzündungen entstehen meist durch Verletzungen bei der kosmetischen Behandlung des Nagels. Die Nagelhaut bekommt Risse und Bakterien und Pilze können in das geschwächte Gewebe eindringen. Bakterien führen meist zu akuten Infektionen. Ein Pilzbefall nimmt einen langsameren Verlauf.

Staphylokokken gelten als die häufigsten Erreger einer Nagelbettentzündung. Eine Paronychie kann auch von Hefepilzen oder von Herpesviren ausgelöst werden. Andere Mikroorganismen fallen als Erreger der Nagelbettentzündung medizinisch nicht ins Gewicht. 

Risikofaktoren für eine Nagelbettentzündung

Gehäuft tritt eine Nagelbettentzündung unter Frauen auf. Die Ursache ist häufig in Fehlern bei der Nagelpflege zu suchen. Menschen mit trockener Haut leiden ebenfalls gehäuft unter einer Nagelbettentzündung. Weitere Risikofaktoren werden im Folgenden genannt.

Nagelpilz

Sind die Nagelbettränder angegriffen, dringen Pilze und Bakterien in das Gewebe ein. Darunter auch der Fadenpilz Trichophyton rubrum, der Erreger des Nagelpilzes. Der Nagelpilz tritt häufig gemeinsam mit Fußpilz auf. Die Ausbreitung erfolgt von den Rändern des Nagelbettes und es kommt zu einer Infizierung der Nagelsubstanz. Nagelpilz äußert sich in Form von gelblich verfärbten und in ihrer Struktur veränderten Nägeln, die sich aufwölben können oder brüchig werden. Die Erkrankung ist ernst zu nehmen, wird nichts unternommen, kann der Pilz den kompletten Nagel zerstören. Nagelpilz kann mit Medikamenten gut behandelt werden. 

Nägelkauen

Durch die Angewohnheit des Nägelkauens werden diese stark beansprucht. Wird an den Fingern gesaugt, wird die Haut aufgeweicht. Oft bleibt es nicht beim Kauen der Nägel, sondern es kommt das Knabbern an der Nagelhaut dazu. Dadurch treten Verletzungen an den betroffenen Hautstellen auf. Diese bleiben oft unbemerkt. Doch bereits kleinste Risse genügen als Eintrittspforte für die Erreger.

Krankheiten

Bestimmte Personengruppen besitzen ein erhöhtes Risiko, an Nagelbettentzündung zu erkranken. Dazu zählen Diabetiker oder AIDS-Kranke. Generell ist davon auszugehen, dass eine geschwächte Immunabwehr anfälliger für Nagelbettentzündungen und andere Infektionen macht.

Medikamente

Bei einigen Medikamenten kann ein erhöhtes Risiko für Nagelbettentzündungen beobachtet werden. Darunter fallen bestimmte Krebsmedikamente oder Präparate zur Behandlung von HIV-positiven Menschen. Ebenso stehen Isotretinoin und andere Mittel gegen Akne im Verdacht, eine Nagelbettentzündung zu begünstigen.

Falsche Nagelpflege

Eine häufige Ursache für eine Entzündung der empfindlichen Nagelhäutchen ist eine falsche oder übertriebene Nagelpflege. Wird an der Nagelhaut gezogen oder diese unachtsam beschnitten, entstehen Hautrisse. Die Nagelhaut erscheint gerötet und schmerzt. Kleinste Verletzungen als Auslöser reichen dabei aus, um Keime eindringen zu lassen.

Symptome: Diese Anzeichen gibt es für Nagelbettentzündung

Eine Entzündung des Nagelbettes wird durch eine starke Rötung des betroffenen Hautareals angezeigt. Anfänglich spüren Betroffene häufig starken Juckreiz um die Nagelgegend. Im weiteren Verlauf kommt es zum Anschwellen der Hautpartie und eine starke und glänzende Rötung wird sichtbar. 

Information

Tipp: Eine lokale Überwärmung des Gewebes gilt als Anzeichen einer Entzündung des Nagelbettes.

Anfänglich schmerzt das Gewebe lediglich unter Druck. Später treten mäßige bis starke Schmerzen auch ohne Belastung auf. Wer unter der subungualen Form leidet, verspürt heftige Schmerzen, ausgelöst durch eine eitrige Schwellung unter dem Nagel. Häufig platzen die Eiterherde von selbst auf und die Flüssigkeit fließt über die Seitenkanten des Nagels ab. Öffnet sich die Eiteransammlung nicht von allein, kann ein operativer Eingriff an der Stelle nötig werden. 

Unbehandelte Nagelbettentzündungen breiten sich ungehindert aus und der Nagel kann in seinem natürlichen Wachstum gestört werden. Sammelt sich unter der Nagelplatte Eiter, kann der Nagel aus dem Nagelbett gelöst werden. 

Die Symptome der Nagelbettentzündung im Überblick:

  • Rötung
  • Juckreiz
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Glänzendes Hautareal
  • Druckschmerz
  • Eiteransammlung
  • Mäßige bis starke Schmerzen

Meist handelt es sich um akute Nagelbettentzündungen, welche nach kurzer Zeit von selbst abheilen. Einen chronischen Verlauf kann die Erkrankung nehmen, wenn weitere Faktoren hinzukommen. Hier wäre beispielsweise ein eingewachsener Zehennagel zu nennen. 

Chronische Verläufe sind meist weniger schmerzhaft als eine akute Nagelbettentzündung. Es kann zu einer gelblichen oder grünlichen Verfärbung der Nagelplatte kommen. 

Information

Tipp: Die chronische Verlaufsform der Nagelbettentzündung bleibt häufig nicht auf einen Finger oder Zeh beschränkt.   

Behandlung & Diagnose von Nagelbettentzündungen

Veränderungen an Finger- und Zehennägeln sollten beobachtet werden. Klingen die Beschwerden nicht nach wenigen Tagen ab, sollte ein Arzt konsultiert werden. Die Diagnose Nagelbettentzündung kann nur von einem Mediziner gestellt werden. 

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Ein Arzt muss nicht sofort aufgesucht werden. Kleinere Nagelverletzungen sind in der Regel harmlos und heilen ohne nennenswerte Beschwerden nach einigen Tagen von selbst ab. Der Nagel sollte aber in jedem Fall beobachtet werden. 

Information

Tipp: Gesunde Menschen mit intakter Immunabwehr müssen wegen einer Nagelbettentzündung meist nicht zum Arzt.

Bessern sich die Beschwerden nicht und es kommen Schmerzen oder Eiteransammlungen dazu, ist ein Arztbesuch unumgänglich. Menschen mit einem schwachen Immunsystem, Diabetes und anderen Vorerkrankungen, sollten genau auf ihre Nägel schauen und selbst kleine Veränderungen einem Arzt vorstellen.

So wird die Diagnose Nagelbettentzündung gestellt

Die Diagnosestellung ist in jedem Fall einem Arzt zu überlassen. Ansprechpartner können Hausarzt und Dermatologe sein. Ist dem Hausarzt die Diagnose unklar, wird er ggf. an den Hautarzt überweisen.

Zunächst wird der Mediziner im Patientengespräch mehr über die Ursache der Beschwerden herausfinden wollen. Dabei werden Fragen nach möglichen Erkrankungen oder Allergien auftauchen. Ebenso wird der Arzt in Erfahrung bringen wollen, ob der Patient beruflich häufig Kontakt mit schädlichen Stoffen hat. Bei der Frage nach einer etwaigen Allergie spielt auch eine Rolle, ob die Entzündung erstmals auftritt oder der Betroffene häufiger ähnliche Probleme hat.

Der Anamnese folgt die körperliche Untersuchung. Eine Nagelbettentzündung kann meist durch die bloße Begutachtung der betroffenen Hautpartie gestellt werden. Der Arzt wird die Hautstelle abtasten und fragen, ob Schmerzen auftreten.

Um die Diagnose abzusichern, kann der Mediziner einen Abstrich nehmen und diesen mikroskopisch untersuchen lassen. Dabei kann der Erreger bestimmt werden. Dies ist im Labor durch Anlegen einer Kultur möglich. Die endgültige Diagnose bedarf jedoch mehrerer Wochen Geduld.

Eine derartige Diagnosestellung wird nur in Ausnahmefallen notwendig und ist unumgänglich, wenn beispielsweise Plattenepithelkarzinome mit Sicherheit ausgeschlossen werden sollen.

So wird eine Nagelbettentzündung behandelt

Abhängig von Stadium und Ausprägung der Entzündung können Patienten zur Selbstmedikation greifen oder aber die Behandlung gehört in die Hände eines erfahrenen Mediziners.

Nagelbettentzündungen selbst behandeln

Bei einer beginnenden Entzündung kann es helfen, den betroffenen Nagel mehrmals am Tag in warmem Wasser zu baden. Die Hornhaut löst sich und Eiter kann leichter abtransportiert werden. 

Information

Tipp: Kamille kann die Wirkung unterstützen.

Nach dem Bad sollte eine desinfizierende und antiakterielle Lösung aufgetragen werden. Oftmals kann es hilfreich sein, Finger oder Fuß zu verbinden und nicht mehr zu bewegen, um den Heilungsprozess zusätzlich zu fördern.

Nagelbettentzündungen vom Arzt behandeln lassen

In der Apotheke sind zwar einige Medikamente gegen Nagelbettentzündung auch rezeptfrei zu bekommen, die Anwendung ist jedoch für den Laien schwierig. Um die passende Arznei auswählen zu können, sollte der Erreger bekannt sein. 

So können die Präparate Nystatin und Naftifin zwar gegen Pilzinfektionen helfen, bleiben jedoch bei bakteriellen Erregern wirkungslos. 

Nagelbettentzündungen vom Arzt behandeln lassen

In der Apotheke sind zwar einige Medikamente gegen Nagelbettentzündung auch rezeptfrei zu bekommen, die Anwendung ist jedoch für den Laien schwierig. Um die passende Arznei auswählen zu können, sollte der Erreger bekannt sein. 

So können die Präparate Nystatin und Naftifin zwar gegen Pilzinfektionen helfen, bleiben jedoch bei bakteriellen Erregern wirkungslos.

Information

Tipp: Nur der Arzt kann über eine zielgerichtete Medikation von Nagelbettentzündungen entscheiden.

Am häufigsten gegen Nagelbettentzündung verschrieben wird Povidon-Iod. Dieses Mittel ist als Creme, Salbe oder Gel verfügbar und besitzt eine desinfizierende Wirkung. In Betracht kommen auch Brand- und Wundgele auf der Basis von Urea, Benzethoniumchlorid oder Polidocanol. 

Liegt ein Eiterherd vor, wird der Arzt mit einer Zugsalbe behandeln. Diese wirkt desinfizierend und weicht die Haut gleichzeitig auf. Dadurch kann der Eiter schneller abfließen. 

Bei weit fortgeschrittenen Erkrankungen kann ein chirurgischer Eingriff nötig sein. 

Vorbeugung: So kann man sich gegen eine Nagelbettentzündung schützen

Da eine Nagelbettentzündung nur entstehen kann, wenn dem Erreger eine Eintrittspforte in Form einer geschädigten Hautpartie geboten wird, ist eine Vorbeugung mit der richtigen Pflege und unseren Tipps sehr gut möglich.

Tipps für eine fachgerechte Nagelpflege:

  • Finger- und Fußnägel regelmäßig beschneiden
  • Einwachsen von Finger- und Fußnägeln vermeiden
  • Nägel rund feilen (seitlichen Nagelwall aussparen)
  • Scharfe Ecken und Kanten beim Feilen glätten
  • Nagelhäutchen nicht mit der Schere kürzen
  • Pflegende Öle und Cremes auftragen
  • Haut nicht austrocknen lassen
  • Diabetiker sollten Fußnägel medizinisch kürzen lassen

Tipps für den alltäglichen Umgang:

  • Bei Arbeiten im Garten oder Kontakt zu schädlichen Stoffen Handschuhe tragen
  • Keine engen Schuhe tragen
  • Druckstellen vermeiden
  • Hände und Füße gut abtrocken (auch in den Zwischenräumen)
  • Hände und Füße vor Kälte und Austrocknung schützen
  • Hände nach dem Waschen eincremen

Zusammenfassung & Fazit

Bei einer Nagelbettentzündung ist die Haut unmittelbar an oder um einen Finger- oder Fußnagel betroffen. Es kann nur zu einer Entzündung kommen, wenn die Hautpartie bereits vorgeschädigt ist. Häufigste Ursache für eine Nagelbettentzündung ist eine übertriebene oder falsche Nagelpflege. Frauen leiden häufiger unter einer Entzündung des Nagelbettes. Die Erkrankung verursacht Hautrötungen, Juckreiz, Schmerzen und Schwellungen. Die genau Diagnose kann nur durch einen Arzt erfolgen. Behandelt wird mit entzündungshemmenden Medikamenten oder mit Antibiotika. Kommt es zu Eiterherden, müssen diese in seltenen Fällen operativ geöffnet werden. In der Regel heilt eine Nagelbettentzündung innerhalb weniger Tage ohne Folgen ab. Seltene Fälle von chronischen und auf die Knochen übergreifenden Nagelbettentzündungen sind bekannt.

FAQ zum Thema Nagelbettentzündung

Veränderungen des Nagels können verschiedene Ursachen haben. Ist das Gewebe geschwollen und gerötet und das Nagelbett schmerzt, liegt der Verdacht einer Nagelbettentzündung nahe. Folgende FAQs informieren weiterführend über die Erkrankung.

Welches Hausmittel hilft gegen eine Nagelbettentzündung?

Kamille enthält entzündungshemmende Wirkstoffe und kann daher als Badezusatz verwendet werden. Eine ähnliche Wirkung besitzt frischer Rosmarin, welcher zugleich auch Schmerzen lindert und desinfiziert. Kochsalz als Badezusatz kann das Voranschreiten der Entzündung eindämmen. Ein Teebaumöl-Honig-Bad ist förderlich für die Wundheilung.

Was tun bei einer Nagelbettentzündung?

Ist das Nagelbett entzündet, können Bäder helfen. Für den Einsatz von Medikamenten sollte der Erreger der Entzündung bekannt sein. Daher ist ein Arztbesuch ratsam. Behandelt werden kann mit verschiedenen Cremes, Salben und Lösungen. Kommt es zu einer Eiteransammlung, wird der Arzt Antibiotika verschreiben.

Ist eine Nagelbettentzündung gefährlich?

Für Menschen mit einem intakten Immunsystem ist eine Nagelbettentzündung in der Regel harmlos und heilt innerhalb weniger Tage ohne Folgen ab. Wer unter einer geschwächten Immunabwehr leidet, Diabetes oder andere Vorerkrankungen besitzt, sollte einen Arzt aufsuchen, um Folgeschäden zu vermeiden. Die Keime können das umliegende Gewebe angreifen und Knochen und Sehnen schädigen. Rote Streifen auf der Haut deuten auf eine Entzündung der Lymphbahnen hin.

Wie lange dauert eine Nagelbettentzündung?

Wird die Erkrankung frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt, sollte eine komplette Ausheilung nach fünf bis zehn Tagen erfolgen. Bleibt die Entzündung unbehandelt und es kommt zu Eiteransammlungen, kann es einige Wochen dauern, bis eine Heilung eintritt. Im schlimmsten Fall kommt es zu Komplikationen und einem Übergriff auf Knochen und Sehnen. Dann leiden Betroffene Monate unter den Folgen der Erkrankung.

Wann soll ich mit einer Nagelbettentzündung zum Arzt?

Gesunde Menschen brauchen nicht sofort zum Arzt. Die Entzündung heilt meist von selbst ab. Menschen mit einer Immunschwäche sollten bei Anzeichen einer Entzündung unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Für eine gezielte Behandlung einer Nagelbettentzündung ist es wichtig, den Erreger zu kennen. Ein Dermatologe kann die entsprechenden Untersuchungen durchführen.

Wie entsteht eine Nagelbettentzündung?

Keime und Bakterien können bei intakter Haut keinen Schaden anrichten. Nagelbettentzündungen entstehen, wenn Hautrisse und andere kleine Hautverletzungen vorliegen. Dann können Pilze und Bakterien leicht in das Gewebe eindringen. Meist handelt es sich um Staphylokokken-Bakterien. Dies kann zum Beispiel beim Schneiden der Nägel passieren.