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Aphten bei Kindern – Was hilft gegen die Schmerzen?

Aphten bei Kindern – Was hilft gegen die Schmerzen?

Schon wieder ist es passiert! Mit schmerzvollem Blick hält sich das Kind den Mund. Seine Laune ist auf dem Tiefpunkt. Es will nicht spielen, nichts mehr essen. Die Tränen kullern. Entzündliche Stellen bilden sich im Mund, die sich später zu einer Aphte oder gleich mehreren entwickeln. Doch was sind Aphten überhaupt, wie können die Symptome gelindert und die Entzündungen behandelt werden?

Was sind Aphten überhaupt?

Aphten werden als Schädigungen der Mundschleimhaut definiert. Auch bekannt unter Aphthen oder Aften, befallen sie vorwiegend den Innenbereich der Mundhöhle und setzen sich dabei an der Innenseite der Lippen, im Gaumen oder auch auf der Zungenspitze ab. Im Spiegel betrachtet erkennt man leicht milchig-gelbliche Flecke, die von einem rötlichen Rand umgeben sind. Diese einzelnen oder in Gruppen auftretenden Gebilde können starke Schmerzen auslösen. Aktuell sind drei Formen von Aphten bekannt:

Minor-Aphten

Diese Art schädigt die Schleimhaut nur oberflächlich. Sie besitzt den Umfang einer Linse und wird nicht größer als einen Zentimeter. Minor-Aphten erscheinen als leicht erhabene Stellen, die mit Flüssigkeit gefüllt sind. Platzen Minor-Aphten, entstehen starke Schmerzen. Die betroffene Stelle wird wund und empfindlich. Innerhalb weniger Tage bis einer Woche heilen sie jedoch komplikationslos von selbst wieder ab. Bei 80 bis 90 Prozent der Betroffenen handelt es sich um Minor-Aphten.

Minor Aphte an der Innenseite der Unterlippe By علاء نجار (Own work) CC BY-SA 4.0 / via Wikimedia Commons

Major-Aphten

Die Major-Variante ist weitaus seltener anzutreffen als Minor-Aphten. Diese Aphten dringen tief in die Schleimhaut ein und können eine Größe von bis zu drei Zentimetern entwickeln. Der vollständige Heilungsprozess dauert mehrere Wochen. Je nach Größe und Tiefe können Narben zurückbleiben.

Herpetiforme Aphthen

Diese Aphten-Form zeigt sich als leicht erhabene, weißlich-gelbe Flecke und tritt äußerst selten auf. Ihr Ausbruch vollzieht sich meist an den Zungenrändern und Lippeninnenseiten in großer Anzahl von dicht aneinander gruppierten und winzig kleinen Entzündungen. Optisch ähneln sie den Herpesbläschen an den Lippen. Aus diesem Grund werden sie in der Fachsprache auch als herpesähnliche (herpetiforme) Aphten bezeichnet. Mit einer Herpesinfektion stehen die herpetiforme Aphten jedoch keinesfalls in Zusammenhang. Auch bei dieser Form kann es zur Narbenbildung kommen. Die Heilungsdauer beträgt ungefähr zwei Wochen.

Entstehung und mögliche Ursachen für Aphten bei Kindern

Das Immunsystem des Kindes ist deutlich anfälliger für Erkrankungen und Entzündungen als das eines Erwachsenen. Es muss zunächst ausreichend Antikörper bilden, die in der Lage sind, äußere Einflüsse schützend abzuwehren. Dieser Prozess vollzieht sich mitunter bis zur Pubertät. Für die Eltern sind Aphten bei Kindern in gewisser Weise auch ein Anhaltspunkt, in wieweit der Abwehrmechanismus ihrer Schützlinge funktioniert. Bestehen häufige Infekte oder Erkrankungen äußert sich das nicht selten mit Entzündungen im Mundraum durch Aphten.

Manche Kinder erkranken häufiger als andere. Die Ursachen für Aphten bei Kindern konnten von der Wissenschaft noch nicht abschließend geklärt werden. Eine Möglichkeit besteht allerdings in der familiären Veranlagung infolge von fehlgeleiteten Immunreaktionen auf bestimmte Keime.

Permanenter Stress ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor. Leider macht er auch vor unseren Kindern nicht halt. Die Hochleistungsgesellschaft ist schon längst im Schulwesen angekommen und zahlreiche Kinder kämpfen mit den Auswirkungen. Kopfschmerzen, Ängste und Abgeschlagenheit sind nur einige Faktoren, die das Immunsystem belasten.

Oftmals entstehen Aphten bei Kindern auch aus ganz einfachen Gründen – z. B. einer mangelnden Mundhygiene. Besonders bei Kleinkindern ist die Gefahr erhöht. Sie neigen entwicklungsbedingt dazu, Dinge in den Mund zu stecken.

Aphten bei Kindern können ebenfalls als Begleiterscheinungen im Rahmen verschiedener Infektionskrankheiten auftreten. Hierbei ist speziell die Hand-Mund-Fuß-Krankheit, der Herpangina oder die Stomatitis aphthosa (Mundfäule) zu nennen. Bei diesen Formen besteht zusätzlich leichtes Fieber.

Schmerzhafte Verletzungen im Mundraum entstehen auch durch den Verzehr von harten Nahrungsmitteln wie Nüsse, Kartoffelchips, Knäckebrot oder Zwieback. Ein versehentlicher Biss auf die Zunge oder in die Wangeninnenseite begünstigen Aphten bei Kindern. Die Mundschleimhaut ist auch starken Reizen gegenüber Zitrusfrüchten, Ananas, Tomaten sowie scharfen und heißen Speisen ausgesetzt.

Behandlung und vorbeugende Maßnahmen von Aphten bei Kindern

Zunächst gilt es, die genaue Ursache für die Entstehung von Aphten bei Kindern zu erkennen und entgegenzuwirken. Oftmals bleiben diese jedoch ungeklärt, sodass die Bekämpfung der Symptome an erster Stelle steht.

Ganz wichtig ist das Trinkverhalten! Das Kind sollte trotz der Schmerzen dennoch zum Trinken ermutigt werden. Ist das nicht möglich, hilft notfalls auch ein Strohhalm. Verweigert sich das Kind jedoch über einen längeren Zeitraum, kann es zu Austrocknungserscheinungen kommen.

Ebenso sollte besonderer Wert auf eine gute Mundhygiene bei dem Kind gelegt werden. Hierzu ist es wichtig, so früh wie möglich mit den Grundlagen zu beginnen, damit diese auch eine vorbeugende Wirkung für die Zukunft bringen. Die Verwendung einer weichen Zahnbürste mit einer sanften Zahnpasta bekämpft die schädlichen Bakterien im Mund.

Gegen die Bläschen im Mund wirken zahlreiche Mittel. Der Klassiker ist Kamille, die auch als Kamillenextrakte in zahlreichen Präparaten enthalten sind. Regelmäßige Mundspülungen lindern die Beschwerden. Auch ein gewöhnlicher Kamillentee erfüllt diesen Zweck.

Weiterhin gibt es in der Naturheilkunde zahlreiche Möglichkeiten zur schonenden Behandlung. Die Verwendung von Gänsefingerkraut oder Tormentillenwurzelstock-Myrrhentinktur wirken gleichzeitig desinfizierend und heilungsfördernd. Teebaumöl und Salbeiblättertinkturen bringen eine entzündungshemmende Wirkung.

Säurehaltige Getränke und Speisen sollten gemieden und am besten weiche Nahrungsmittel, wie Suppe oder Brei verabreicht werden.

Ein schnelles und in jedem Haushalt vorrätiges Mittel sind Eiswürfel und Honig. Einen geringen Anteil an Honig auf die betroffene Stelle träufeln oder das Lutschen von Eiswürfel können die Schmerzen gleichfalls lindern.

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Fazit

Obwohl Aphten bei Kindern in den meisten Fällen völlig harmlos sind, sollte auf äußerste Sauberkeit geachtet werden. Das betrifft nicht nur die regelmäßige Mundhygiene, auch mehrmaliges Händewaschen ist Pflicht!

Sollten die Entzündungen im Mundraum länger als eine Woche anhalten oder sich gar der Gesundheitszustand des Kindes durch Fieber verschlechtern, muss sofort ein Arzt kontaktiert werden!